,, Ich habe es satt mich ständig zu verstecken!´´ Er sah mich nicht an. ,, Daniel ich rede mit dir!´´ Nach einer Weile schien ich ihn wirklich zu nerven denn er drehte sich um. ,, Shaya du kannst nicht hier bleiben und das weißt du. Ellyns und meine Aufgabe ist es dich zu Beschützen, versteh das bitte.´´ Wütend rann ich hoch im mein Zimmer. Mir kullerten die Tränen über meine Wangen, nicht etwa weil ich diesen Ort von allen anderen mögen könnte, nein ich hatte die Nase voll jedes Mal weg zu reisen wenn sich Gefahr meldete.
Die Jäger die uns verfolgen heißen Lyrione, das einzige was sie von mir wollen sind meine Flügel, nur blöd dass ich sterbe wenn sie mir die Flügel stutzen. Das einzige was wir tun können ist fliehen, theoretisch könnten wir gegen sie kämpfen, aber nur wenn wir unsere Fähigkeiten erhalten. Selber könnten wir uns nicht beschützen, darum hat jeder einen oder zwei Beschützer die man zugeschickt bekommt sobald man erkennt dass man kein normaler Mensch ist. Ich wurde von meinen Eltern getrennt als ich vier Jahre alt war. Eine kleinere Schwester soll ich auch gehabt haben aber ich erinnere mich kaum an etwas.
Freunde? Fehlanzeige! Wie soll ich Freundschaften knüpfen wenn ich nur ein paar Wochen bleibe. Daniel und Ellyn sind meine einzigen Freunde.
,,Wo fahren wir eigentlich hin?´´
,,Orlando.´´ Orlando? Warum müssen sie immer Strecken wählen die unendlich lang dauern? Die Lyrione werden uns sowieso finden. Sie werden kämpfen, wir gewinnen und verschwinden wieder. Angekommen suchte ich mir irgendein Zimmer aus, duschte, zog mich an und ging raus. Das mache ich immer, ich meine das rausgehen ,damit ich die neue Umgebung kennenlernen kann. Die Straße schlängelte sich an vielen Bäumen runter wo der Wald lag. Endlich mal etwas passendes für mich! In Wäldern kann ich mich verwandeln ohne mir groß Sorgen zu machen. Ab einer gewissen Grenze kann ich spüren ob sich jemand nähert. Ob ich mich aber auch schnell genug wieder zurück verwandlen kann weiß ich nicht, ist mir auch nie passiert. Irgendwo zwichen all den Tannen und Eichen verwandelte ich mich schließlich. Meine Flügel reckten sich in die Höhe und brachen dabei einen tiefer gelegenen Ast ab. Es war so ein schönes Gefühl das ich fast nicht bemerkt hätte dass sich jemand näherte. Schnell verwandelte ich mich und versteckte mich hinter einer großen Baum. Langsam und zögerlich setzte ich mich auf den Boden damit es nicht so aussah dass ich mich verstecke. Die Person hatte wohl gemerkt dass ich mich in seiner Nähe befinde denn ich hörte Schritte die immer näher kamen. Ein Junge mit hellbraunen Harren und Rehbraunen Augen sah zu mir herunter. ,, Kann ich dir helfen?´´ Ich sah ihn verdutzt an. Was meinte er damit. Bevor ich antworten konnte nahm er ein Taschentuch raus und strich es über mein Unterarm. Ich musste mich wohl verletzt haben als ich mich verwandelt habe denn ich hatte eine kleine Wunde.
,, Du bist wohl neu hier. Niemand geht so tief in den Wald, hier gibt es gefährliche Tiere,´´
,, Warum bist dann hier?´´ Während er weiter meinen Arm säuberte schien er nachzudenken.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen